Mittwoch, 15. Oktober 2008

Freedos- das kostenlose Buch zum selbst mitmachen

Ja, es gab sie, die Zeit der Betriebssysteme auf "Kommandozeilenebene".
Wer mit kleinen und alten PCs arbeite, zb thin clients, wie sie jetzt ausgemustert werden sucht - auch und gerade jenseits von der Variantenvielfalt der kompliziert zu handelnden Linuxe nach Alternativen und kommt, wenn schon länger dabei, ganz schnell auf MS-DOS, das auch mal auf eine 1,44 MB Diskette passste.

Freedos selbst findet man auf der Seite von Freedos.org, einmal als große CD-Version mit Life CD, die zweite Variante etwas kleiner, damit sie auf Disketten passt
Hier mehr: http://www.freedos.org/freedos/files/.

Schließlich haben wir in der vor-Windows- Zeit damit alles erledigt und es war gar nicht so schwer. Nur: MS-Dos wird nicht mehr gepflegt. Schon für das Benutzen einer Maus und eines CDROM-Laufwerks mußte man spezielle Treiber einbinden.

Freedos ist ein solcher DOS-Nachfolger.
1994 beendete Microsoft mit der Vorstellung von Windows 95 die WEiterentwicklung von DOS. Für die vielen Anhänger dieses Betriebssystems Entwickelte Jim Hall ein quelloffenes zu MS-DOS kompatibles Betriebssystem. Viele andere Stränge dieser Entwicklung wie Novell-Dos, Caldera Dos lasse ich hier der Einfachheit halber weg.

Nach über 12 Jahren Arbeit ist man jetzt endlich bei der Version 1.0 angekommen. Diese kann viel mehr als die letzte von Microsoft entwickelte Version aus den 90ern. Dazu gehört die Unterstützung für das Dateisystem FAT32, lange Dateinamen, Maus-Treiber, UDMA-Treiber und noch vieles mehr.

FreeDOS, so der offizielle Name, steht als kleines ISO-Image zum Download bereit. Nach dem Brennen auf eine CD ist das System einsatzbereit. Es bringt unter anderem auch einen Audio-Player, HTML-Betrachter, Mehrfenster-Editor sowie Archivierungsprogramme mit
Wer es benutzt, wird leicht feststellen das einige der Feinheiten entweder lange her sind oder doch leicht anders sind als beim echten MSDOS.

Mit anderen Worten: Was fehlt, ist ein gutes, aktuelles Handbuch. Daran wird jetzt gearbeitet. Die ERgebnisse gibt es kostenlos, über 600 SEiten Handbuchtext sollen schon fertig sein.D
ie findet man hier mit mehr als 600 Seiten bei WIKI-Books.
http://de.wikibooks.org/wiki/FreeDOS-Kompendium

Was fehtl noch?

Z.b. fehlen Befehlsreferenzen und Glossar. Andere interessante Kapitel sind bereits geschrieben.

Wie, Freedos und MSDOS noch nie gehört:

hier der Kurzabriß aus der Einleitung:

"FreeDOS ist mit anderen und älteren DOS-Versionen wie MS-DOS oder DR-DOS vergleichbar, und bietet darüberhinaus einige Besonderheiten:
FAT32, FAT16 und FAT12 werden unterstützt
FDCONFIG.SYS oder CONFIG.SYS – man kann in einem Verzeichnis zwei Konfigurationen von zwei Systemen haben
Teilweise Abweichungen in der Syntax von CONFIG.SYS
Teilweise andere Namen einiger Anwendungen, Befehle und Treiber
KERNEL.SYS statt MSDOS.SYS & IO.SYS
eigener Befehlsinterpreter Command.com (FreeCOM)
FreeDOS ist ein aktuelles DOS-Betriebsystem, denn:
FAT32 wird unterstützt
Es gibt Support, Hilfe und Unterstützung
Es wird weiterentwickelt
Funktioniert mit großen Festplatten
Arbeitet mit modernen wie alten Computern
Benötigt wenig, verwendet erweiterten Arbeitsspeicher
Trotz des "nur" 16 bit basierenden Kernels können unter FreeDOS auch 32bit-Programme laufen, mit HX-DOS sogar viele Win-32-PE-Programme, die ursprünglich nur für Windows geschrieben wurden
Wozu wird FreeDOS empfohlen, welche Stärken hat FreeDOS?
Dateiverwaltung und besondere Aufgaben
Alte DOS-Programme und Spiele starten
Basis für GUIs, Betriebssysteme wie OPENGEM
Braucht wenig Platz, von Diskette bootfähig
Läuft auch auf älteren PCs (ab 8086)
Einfach, wenn man die Befehle kennt
Bootet schnell
Es ist frei (legal), gratis und Open Source (GPL)
Keine Spionage, Calling-Home oder ähnliche bösartige/malwarehafte Aktivitäten"



Also dann viel Spaß

Gruß von Robert Weißmantel aus Bremen

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